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Unser T-Shirt hat viele Gesichter: Gebr. Otto macht mit bei „I made your yarn“

 

Unser neues Oberteil wächst nicht im Klamottenladen, das ist uns allen klar. Durch wie viele Hände ein Kleidungsstück gegangen ist, bevor wir hineinschlüpfen können, macht sich trotzdem niemand bewusst. Und noch weniger, dass hinter jedem Paar Hände ein Individuum steht, mit Namen, Gesicht und einer Geschichte.

 

Schauen wir uns doch mal bei Gebr. Otto um. Da ist zum Beispiel Claus, der seit 25 Jahren im Werk Balzheim arbeitet und die technische Leitung der Spinnerei innehat. Oder Robin: Er ist seit knapp drei Jahren dabei und trägt Sorge für den reibungslosen Produktionsablauf in der Karderie. Sein Kollege Alexander ist seit 22 Jahren dort im Dienst. Bruni kümmert sich im Labor der Spinnerei um Qualitätsüberwachung und Dokumentation. In ihrer Freizeit arbeitet sie im Garten, backt oder macht Sport. Ihre Kollegin Christine ist im Hundesport aktiv und lernt gerne Fremdsprachen.

 

Ganz schön viele Namen, Aufgaben und Hobbies. Dabei sind wir ganz am Anfang der textilen Kette, stellen die gerade mal die DNA für das Kleidungsstück her, und das in Deutschland, nach allen Regeln der Kunst (und den entsprechenden Standards). Bis zum T-Shirt fehlt noch viel manuelle Arbeit, die speziell in der textilen Kette oft im Dunkeln bleibt.

Dies zu ändern, und damit die Arbeitsbedingungen in der weltweiten Textilindustrie zu verbessern, ist das Ziel der Fashion Revolution Organisation.

 

Eine der Kampagnen, die in diesem Rahmen laufen, ist die jährliche Fashion Revolution Week. Sie findet seit 2013 jährlich statt und beginnt am 18. April. Bei der Fashion Revolution Week geht es darum, ein Licht auf die Menschen in der Mode-Lieferkette zu werfen. Daran beteiligen wir uns in diesem Jahr zum ersten Mal. Wir finden es toll, zeigen zu können, wie viele Gesichter und Geschichten unsere Klamotte einsammelt, bevor sie in unserem Kleiderschrank landet.