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Lieblingsklamotte „Made vor der Haustür“: Projekt Regio:Tex soll regionale Textilproduktion sichtbarer und wertvoller machen

 

Vom Lebensmittelhändler kennen wir es längst: Regional hergestellte Lebensmittel – Äpfel vom Bodensee, Spargel aus Baden – werden uns entsprechend präsentiert, mit eigenen Bereichen im Supermarkt, gerne im Holzkistchen oder mit herzförmigem Aufkleber. Auch Restaurants kennzeichnen immer öfter, woher sie ihre Zutaten beziehen. Kurzum: Regionale, nachvollziehbare Herkunft ist bei Lebensmitteln ein Alleinstellungsmerkmal, das wir wertschätzen gelernt haben.

 

Und bei Textilien? Braucht es das auch, finden die Teilnehmer des Thinking Circle Regio:Tex. Das Projekt, initiiert durch Gebr. Otto, Südwesttextil e.V. und der Nachhaltigkeitsberatung Sustainable Thinking, ging am 1. Februar mit acht Unternehmen an den Start. Ziel des Projekts ist es, bei Gesellschaft und Konsumenten ein Bewusstsein für die regionale Textilherstellung zu schaffen.

 

Einmal monatlich werden sich die Projektpartner übers Jahr 2022 treffen. Am Ende soll ein Marketingkonzept stehen, das Kleidungsstücke, hergestellt vor der eigenen Haustür, als solche erkennbar macht. Schließlich steckt darin, neben wertvollen Rohstoffen, jede Menge Erfahrung, Arbeitszeit, Kreativität, Weitsicht und Leidenschaft. Denn das bringen die Menschen mit, die im Schwarzwald in Oberschwaben und im Allgäu in innovativen Textilunternehmen arbeiten. Reichlich Aspekte also, für die wir die (zukünftige) Lieblingsklamotte wertschätzen könnten.